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C-Trainerlehrgang in Bleicherode

12.06.2021

Am Wochenende fanden sich unter Lehrgangsleiter Silvio Beer, Ausbilder Knut Bernsdorf und Sven Kreidemeier insgesamt 15 Kursteilnehmer aus dem LK Nordhäuser und Kyffhäuser Kreis zu den letzten Lehreinheiten der jährlichen Nordthüringer Trainer C-Lizenz-Ausbildung auf dem Bleicheröder Sportplatz ein. Nachdem die meisten Einheiten überwiegend Online vermittelt wurden, war für alle der Präsenzunterricht am Freitag und die praktische Prüfungsabnahme am Samstag ein angemessener Abschluss der Gesamtausbildung. Besonders freuen wir uns über die Teilnahme der Bleicheröder Trainer Jens Funke (1. Herrenmannschaft) und Enrico Kopf (E-Junioren), denn das bedeutet auch für unseren Verein wieder ein Stück mehr Qualität in der Spielerausbildung.

Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit ergriffen und in einem kleinen Interview bei dem scheidenden Sportjugendkoordinator des Kreissportbund Nordhausen e.V Silvio Beer unter anderem nachzufragen, an welche Höhepunkte in seiner Arbeit er besonders gerne zurückdenkt und was ihn dazu bewogen hat, sein Amt niederzulegen.

Herr Beer, wann haben Sie das Amt übernommen?

„Ich war seit 06/2017 der Sportjugendkoordinator im Kreissportbund Nordhausen e.V..“

Herr Beer, wie sah ihre Arbeit mit den Jugendlichen aus?

„Meine grundsätzliche Arbeit war weniger die direkte Arbeit mit den jungen Menschen. Vielmehr war es meine Aufgabe mit den Sportvereinen gemeinsam Strategien und Projekte zu erarbeiten, um die jeweilige Nachwuchsarbeit zeitgemäß und vereinsorientiert auszubauen. Dies ist uns mit den Vereinen gelungen, welche sich neben dem sportlichen Betätigungsfeld auch den außersportlichen Bereichen geöffnet haben und auf diese Weise dem Mitgliederschwund entgegenwirken konnten. Wenn die Sportjugend Nordhause e.V. direkt mit den jungen Menschen gearbeitet hat, dann war es in der Regel die anleitende Unterstützung dieser bei der Organisation von Festen und Veranstaltungen im Rahmen des Spiel, Sport und der Geselligkeit oder im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung sowie der jugendpolitischen Vertretung. Sicherlich gibt es noch einige Sachen die man hier aufzählen könnte, aber das Wichtigste ist gesagt.“

Herr Beer, was waren die Beweggründe um das Amt niederzulegen?

„Zum einen bin ich zweifacher Familienvater und zum anderen seit letzten Jahr Trainer der Verbandsligamannschaft vom SV BW 91 Bad Frankenhausen e.V.. So gerne ich für alle Sportvereine mit ihren Mitgliedern meinen Dienst getan habe, war es doch immer Einsatz für das Ehrenamt. Und das beginnt nicht 08:00 Uhr und endet 16:30 Uhr, sondern beginnt erst 16:00 Uhr und geht bis 22:00/23:00 Uhr und am Wochenende von morgens bis abends. Diesen Zeiten konnte ich grundsätzlich immer gerecht werden, aber mit den o.g. Punkten ist das für mich nicht mehr möglich.“

Herr Beer, welche Höhepunkte gab es in dieser Zeit als Sportjugendkoordinator?

„Höhepunkte gab es sicherlich viele. Sei es das jährliche Sportfest eines Sportvereins oder das Knauf-Kinderfest, alle Veranstaltungen waren toll. Besonders in Erinnerung bleibt mir jedoch die Nordhäuser Eisbahn in Nordhausen. Zu dieser Veranstaltung konnte der Kreissportbund Nordhausen e.V. mit seinen Partnern und der Sportjugend zeigen, was alles möglich ist.
Der jüngste Höhepunkt für mich ist, dass die Sportjugend Nordhausen es geschafft hat, zwei junge Menschen unter 27 Jahre für die jugendpolitischen Mitarbeit am Landesjugendförderplan Thüringen aus der Landgemeinde Bleicherode zu gewinnen und diese nun aktiv, für alle jungen Sportler und Sportlerinnen, an der zukünftigen Ausrichtung der Jugendarbeit aktiv mitwirken.“

Herr Beer, welche Aufgaben haben Sie in der nächsten Zeit beruflich und privat?

„Hauptberuflich werde ich mich aus dem organisierten Sport komplett zurückziehen, da es wie bereits gesagt ein großer Zeitfaktor in diesem Arbeitsfeld ist. Ich werde zukünftig als Anleiter für arbeitssuchende Menschen aktiv sein. Neben den geregelten Arbeitszeiten und einer zeitgemäßen Unternehmensstruktur, welche mich dort erwarten, kann ich dort meine gelernten Berufe als Pädagoge und Zimmermann aktiv einbringen. Im privaten Bereich steht natürlich meine Familie und mein Hobby als Trainer im Vordergrund.“

Herr Beer, was möchten Sie Ihrem Nachfolger mit auf dem Weg mitgeben?

„Hierzu will ich eigentlich nichts Konkretes sagen, liegt es doch an der Person selber, sich aktiv einzubringen.
Eines ist jedoch ganz wichtig. Um ehrenamtliche Vereinsvertreter auch wirklich begleiten und unterstützen zu können, braucht man kein Studium. Vielmehr bedarf es viel eigener Erfahrung im sportlichen und außersportlichen Bereich, sowie das Interesse bestehende Probleme nicht am Schreibtisch lösen zu wollen. Die Vereinsberatung im Rahmen der Jugendarbeit funktioniert nur mit dem aktiven und direkten Kontakt zwischen Haupt- und Ehrenamt.
Ebenso sollte die Sportjugend als mitgliederstärkste Jugendorganisation ihren Stellwert innerhalb des Landkreises behalten.“

Herr Beer, welche Personen haben sie im Besonderen geprägt in dieser Zeit?

„Das ist eigentlich schnell erzählt. Grundsätzlich alle Vereinsvertreter, egal ob Vorsitzender oder Trainer. Alle haben ihre Sichtweisen und Meinungen und gerade in den zurückliegenden 1,5 Jahren haben diese Sportfreunde mir noch mehr geholfen individuelle Prozesse zu verstehen und einen ganzheitlichen sowie klareren Blick zu erlangen. Das war für mich wichtig, da man dies nicht auf Lehrgängen oder im Studium lernt. Im Geschäftsbereich des Kreissportbund Nordhausen e.V. waren zwei Personen ausschlaggebend. Zum einen Angela Gorges als die Referentin und „Mutti“ der Geschäftsstelle und zu anderen Andreas Meyer als ehemaliger Geschäftsführer. Beide haben ein immens großes Wissen, rund um den Sport, das Ehrenamt und waren viele Jahre selber ehrenamtlich im Sport unterwegs. Dieses Dreigespann war das Beste, was ich in meinen Arbeitsjahren bisher erleben durfte.
Ebenso möchte ich hier den verstorbenen Präsidenten Klaus Gorges erwähnen. Er war ein sehr herzlicher und nahbarer Präsident, welcher immer ein offenes Ohr und eine klare Meinung hatte.“

Herr Beer, stehen Sie dem Sport/ KSB weiterhin zu Verfügung?

„Naja, ganz loslassen geht nicht. Ich werde weiterhin als Kreislehrwart des NTKFA und als Trainer im Fußball tätig sein. Mit dem Kreissportbund Kyffhäuserkreis e.V. werde ich zukünftig den Grundlagenlehrgang Fußball organisieren und das betrifft ja auch alle Fußballvereine im Landkreis Nordhausen. Ebenso gibt es mit dem ein oder anderen sportinteressierten Unternehmer durch diese ehrenamtlichen Tätigkeiten weiter Kontakt und erste Ideen für gemeinsame Projekte.“

Wir möchten uns bei Silvio Beer für die ehrlichen Worte und für die tolle Zusammenarbeit in den letzten vier Jahren recht herzlich bedanken. Er war auch für uns immer stets Ansprechpartner und unterstützte den Verein in all seinen Belangen. Wir wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen auf den Sportplätzen rund um Nordhausen und Kyffhäuser Kreis. (Das Interview führte der SV Glückauf Bleicherode e.V., Abteilung Fußball.)

Als kleines Dankeschön für die Ausrichtung der Veranstaltung überreichte Knut Bernsdorf vom NTKFA an Abteilungsleiter Carsten Mallon einen Gutschein von Jako Teamsport.

 

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Bild zur Meldung: C-Trainerlehrgang in Bleicherode