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Rückblick auf die Kreisligasaison des SV Glückauf Bleicherode

02.07.2022
Mit der wahrscheinlich spielstärksten Kreisligamannschaft startete der SV Glückauf Bleicherode in die Fußballsaison 2021/2022. Das Ziel war eindeutig formuliert, der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse sollte gelingen. Mit 61 Punkten kam man diesem Ziel auch ziemlich nahe, in jeder anderen Kreisliga Thüringens hätte dies den Aufstieg bedeutet, aber eben nicht im Kreis Nordhausen. Der SV Herrmannsacker setzte sich am Ende verdient durch und feierte den Aufstieg in die Kreisoberliga. Dafür gebührt dem Team von Trainer Gerhard Becker unsere sportlich faire Gratulation.
 
Das sich die Saison nur zu einem Zweikampf an der Tabellenspitze entwickelt, war nur schwer vorauszusehen. Görsbach und Kleinfurra zählten auf jeden Fall zum erweiterten Favoritenkreis und was gewesen wäre, wenn Salza II seine fußballerische Qualität nicht erst zum Ende der Saison auf den Platz gebracht hätte, kann im Nachhinein nur vermutet werden. Zumindest das neutrale Fußballpublikum hätte mehr spannende Spiele verdient gehabt.
 
Die junge Bleicheröder Mannschaft hat es leider nicht geschafft, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Gründe gibt es dafür einige, aber diese sollten hauptsächlich intern analysiert werden. Dazu gehört dann allerdings auch, dass man sich selbst nichts vormacht. Eine ehrliche Aufarbeitung der eigenen Leistung ist gerade in einer Mannschaftssportart unumgänglich. Im Team des SV Glückauf fehlte es zu oft an Konstanz. Was gegen einige Kontrahenten aufgrund individueller Stärke folgenlos blieb, reichte gegen körperlich robust agierende Mannschaften nicht mehr. Das lag vor allem daran, dass einige Leistungsträger ihr vorhandenes Potenzial nur selten abrufen konnten/wollten, was zum Teil, aber wirklich nur zum Teil, durch mangelnde Erfahrung im Männerfußball zu entschuldigen ist.
 
Bleicherode besitzt eine hochtalentierte erste Männermannschaft und aufgrund der sehr guten Nachwuchsarbeit kann man hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Das einige Vereine im Umfeld auch durch die Bleicheröder Nachwuchsarbeit weiterbestehen können, ist legitim und sollte die Vereinsverantwortlichen stolz machen. In der nächsten Saison darf sich an der Zielformulierung des Glückauf-Teams nichts ändern, auch wenn mit Kraja bzw. Ellrich zwei Kreisoberligaabsteiger die Liga bereichern werden. Spielen mehrere gleichwertige Mannschaften, ist der Spannungsfaktor deutlich höher. Fußballerisch wird Glückauf Bleicherode in der kommenden Saison wieder eine führende Rolle einnehmen.
 
Bleibt zu hoffen, dass die Vereine aus kleineren Orten ihre Fußballtradition fortsetzen und Woche für Woche eine spielfähige Mannschaft auf den Platz bringen können. Denn auch diese Duelle machen den Reiz einer Kreisliga aus. Eine Saison ohne Quotientenregel, Spielabsagen bzw. Nichtantritte wäre allen Beteiligten zu wünschen und auf jeden Fall sportlich anspruchsvoller, was dem Fairplay-Gedanken noch mehr entsprechen würde.
 
Axel Merfert
 

Bild zur Meldung: Rückblick auf die Kreisligasaison des SV Glückauf Bleicherode