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Herzlich Willkommen auf der Chronik Seite des SV Glückauf Bleicherode

  

Bleicheröder Fußball im Rückblick

Von Kurt Trost

 

Am 17. November 1949 wurde der Fußballverein Glückauf Bleicherode gegründet und feierte 2009 sein 60 Jähriges Vereinsjubiläum.

Bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde in Bleicherode wieder Fußball gespielt.

 

Zwischen 1946 und 1948 war Bleicherode die Nr.1 im Kreis Nordhausen. Der stärkste Rivale war damals das Team aus Salza. 1947 gelang vor 5000 Zuschauern in Bleicherode der Sieg gegen Breitenworbis im Rahmen des 1. Kreissportfestes.

 

1948 schaffte Bleicherode den Aufstieg zur Landesklasse. Dabei wurden folgende Ergebnisse bei den Aufstiegsspielen erzielt:

 

Bleicherode - Uder 9:5
Bleicherode - Sondershausen 9:0 (in NDH)
Bleicherode - Mühlhausen 8:1 (in Schlotheim)
Bleicherode - Großengottern  6:4 (in Großengottern)

    

1949 wurde dann die Sportgemeinschaft “Aktivist” gegründet, Trägerbetrieb wurde das Kaliwerk. Bleicherode wurde zur Fußball Hochburg in der Region. Die Spiele in der Landesklasse wurden im Schnitt vor 4000 Zuschauern ausgetragen. Die fußballerischen Höhepunkte im Kreis waren die Derbys mit Motor Nordhausen.

 

1952 wurde die Fußball-Landesklasse aufgelöst, die Bezirksliga wurde gegründet. Es folgte in dieser Zeit ein Umbruch in der 1. Mannschaft von Bleicherode. Bewährte Spieler Kurt Spangenberg, Werner Harden (ging zum HSV), Paul Kochbeck, Heinz Kurzius und Kurt Trost haben die Mannschaft verlassen und jüngere Spieler rückten nach. Das waren zum Beispiel Toni Skaba, Werner Große, die Stange Brüder, Horst Meißner und Günter Rostek.

 

1952 wurde Martin Schwendler Trainer in Bleicherode und führte das Team 1952/53 zur Bezirksmeisterschaft. Bei den Aufstiegsspielen gegen Henningsdorf, Glauchau, Schönebeck und Rostock hatte man mit 7:9 Punkten den Aufstieg knapp verpasst.

 

Nach der Saison 1952/53 wurde Schwendler von Walter Siegfried als Trainer abgelöst. 1954/55 wurde Bleicherode erneut Bezirksmeister. Der schussgewaltige Mittelstürmer Günter Rostek wurde mit 36 Treffern Torschützenkönig. Der Aufstieg wurde aber auch diesmal verpasst.

 

Im Jahr 1953 wurde in Bleicherode mit der BSG Turbine ein neuer Fußballverein gegründet. Trägerbetrieb war die Energieversorgung. Zu dieser Zeit entstand der Rasenplatz, auf dem heute noch gespielt wird. Turbine machte bis 1958 den Durchmarsch von der 2. Kreisklasse bis in die Bezirksliga. Am 1. April 1958 kam dann der Zusammenschluss zwischen Aktivist und Turbine, daraus entstand dann wieder Glückauf Bleicherode.

 

Nach zwei vergeblichen Anläufen wurde dann in der Spielserie 1957 der Aufstieg in die 2. DDR-Liga geschafft. Die ersten drei Mannschaften der Erfurter Bezirksliga waren die Aufsteiger. Bleicherode hatte hinter Erfurt Nord und vor Motor Gotha den 2. Platz belegt. Von 1958 bis 1963 spielte Bleicherode fünf Spielserien in der 2. DDR-Liga. Dabei wurden folgende Platzierungen erreicht: 1958 (10. Pl.), 1959 (7.), 1960 (5.), 1961/62 (13.), 1962/63 (10.). Folgende Spieler kamen in der 2.Liga für Bleicherode zum Einsatz: Meißner, Weidner, Große, Bierwirth, Helbing, Krause, Kirchner, Steinmetz, Stange, Hose, Kühn, Freiberg, Bunk, Kochbeck, Tretner, Schubert und Watzlaw.

 

Nach der Saison 1962/63 wurde die 2. DDR-Liga aufgelöst. Die Mannschaften wurden in die Bezirksliga eingegliedert. Im ersten Bezirksliga Jahr erfolgte der Abstieg. Man schaffte im nächsten Jahr den direkten Wiederaufstieg. 1965/66 ging es wieder runter und 1966/67 wieder hoch. Zu den oben genannten Spielen schafften mit Lutz Freiberg, Pape, Beier, Becke, Senke und Heinze gleich sechs neue Spieler den Sprung in die 1.Mannschaft.

 

Von 1967 bis 1972 spielte Glückauf vier Jahre Bezirksliga. In der Saison 1971/72 musste man wieder absteigen. Es gelang aber wieder der sofortige Aufstieg.

 

Von 1973 bis 1988 spielte Bleicherode dann 15 Jahre in Folge Bezirksliga und war dort eine feste Größe. In den siebziger Jahren spielte Bleicherode mit folgender Mannschaft: Freiberg, Heinze, Gumpert, Gülland, Becke, Grimm, Watzlaw, Nitz, Slomczyk, Teitzel, Kasperski, Eisfeld, Becker, Hahn, Rommel und Niederle.

 

In der Saison 1987/88 erfolgte der Abstieg in die Bezirksklasse, dort war man dann drei Spielzeiten ansässig. In den Achtziger Jahren sind dann Spieler wie Walther, Luh, Bohne, Tauber, Querfurth, Aderhold und Willim zur Mannschaft gestoßen.

 

1991/92 ging es wieder hoch in die Bezirksliga, aber im nächsten Jahr folgte wieder der Abstieg.

 

Nachdem Anfang der 90er Jahre das Kaliwerk als Trägerbetrieb weggebrochen war, hatte Bleicherode wie auch andere Vereine ums überleben zu kämpfen. 1993/94 spielte man noch ein Jahr in der Bezirksklasse.

 

Dann  kam 1994/95 der Absturz in die Kreisliga. Der Bleicheröder Fußball war damit zum ersten Mal nur auf Kreisebene vertreten. Man spielte vier Jahre in der Kreisliga, dann gelang in der Saison 1997/98 der Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Sieben Jahre bis 2004/05 war man dann im Bezirk vertreten. Von 2005/06 spielte man wieder in der Kreisliga. 2007/08 war dann noch mal eine sehr erfolgreiche Saison. Man wurde Kreismeister, Kreispokalsieger und Aufsteiger in die Bezirksliga. Aber nach einer Saison im Bezirk ging es wieder runter in die Kreisliga, wo man zur Zeit noch spielt.

 

Die Leistungsträger der letzten 10 Jahre waren: Meschkutat, Funke, Kopf, Eisfeld, Becker, Dommrich,  Schimuneck. Aus dem eigenen Nachwuchs htten in den letzten Jahren Albin, die Becker Brüder, Seidler und Meyer den Sprung in die erste Mannschaft geschafft.

 

Vor der Saison 2010/11 konnte man noch mal aufrüsten, Spieler wie Schmücking, Waldheim, Belz, Wüstemann, Eisfeld und Schröter sind zum Verein gestoßen. Aus dem Nachwuchs schaffte Kindervater und Wiegand den Sprung in die 1. Mannschaft.

 

Trotzdem hat das Team zur Zeit nicht die Spielstärke um Höherklassig zu spielen. So wird Bleicherode auch 2012/13 in der neu gegründeten Kreisoberliga fehlen. Es ist fast unvorstellbar, das ein Verein mit solch einer Tradition und Vergangenheit in der Kreisliga rum dümpelt. Trotzdem träumt man in Bleicherode immer noch vom Fußball, der sich in höheren Gefilden abspielt.

 

Kleine Spielerei, aus meiner Sicht die Bleicheröder Top Elf der letzten 60 Jahre:

 

Tor: Horst Meißner, Lutz Freiberg
Abwehr:

Toni Skaba, Werner Große, Roland Weidner, Ehrhardt Teitzel

Mittelfeld: Gerhard Watzlaw, Stefan Tauber, Kurt

Spangenberg

Angriff: Werner Harden, Günter Rostek, Horst Steinmetz,

Dieter Eisfeld

 

In der Saison 2015/2016 hat Bleicherode unter Trainer René Kiel den Aufstieg in die Kreisoberliga geschafft. Das Team wurde mit 51 Punkten und 51:24 Toren in der Kreisliga (2) mit vier Zählern Vorsprung Staffelsieger. Es wurde 16x gewonnen - 3x Unentschieden gespielt und 5x verloren.

Zum Saisonende 2016/2017 wurde die Zusammenarbeit mit Trainer Rene Kiel nach einer sehr erfolgreichen Zeit beendet. Neuer Trainer ist ab der Saison 2017/ 2018 Christian Ernst.                                                                       

                                                                                                                                                      Kurt Trost